Datum: 08.04.2018 - Persönliches

Auf den Spuren von Reinhold Messner

Voller neuer Eindrücke ist Dr. Frank Kobor, beim TSV Bayer 04 Leverkusen Leiter der Leichtathletik-Abteilung, von einer Reise nach Nepal zurückgekehrt ist. Zur neunköpfigen Gruppe des 50-Jährigen gehörte auch sein Sohn Lauritz (18), ein umfassend ausgebildeter Zehnkämpfer.

Auf den Spuren von Reinhold Messner

Ausgangspunkt der 13-tägigen Trekking-Tour war Lukla in Nepal, gelegen auf einer Höhe von 2.860 Metern über dem Meeresspiegel. Es galt in neun Tagen zu Fuß das Mount Everest Base Camp zu erreichen. Dieses liegt auf einer Höhe von 5.360 Metern. Übernachtet wurde in einfachen Lodges im Schlafsack. „Die Reise fand sehr früh in der Saison der Everest-Region statt", erzählten die Expeditions-Teilnehmer.

"Der Vorteil daran war, die relative Ruhe auf dem Treck, der zur Hauptsaison ein beliebtes Ziel für ambitionierte Wanderer aus aller Welt ist. Erkauft wurde dieser Vorteil jedoch mit eisigen Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt“, berichtet Dr. Frank Kobor, der es genoss, abwechslungsreiche Landschaften zu durchschreiten, reißende Flüsse zu überqueren und dabei Tag für Tag dem Mount Everest näherzukommen.

Überwältigende Ausblicke

„Wir hatten geniales Wetter und die Ausblicke auf diese großen Berge sind überwältigend“, schildert der ehemalige Sprinter, der 1986 bei den Junioren-Weltmeisterschaften in Athen (Griechenland) mit der deutschen Junioren-Staffel Silber holte. Die Tagesetappen waren so aufgebaut, dass sich die Teilnehmer Schritt für Schritt an die Höhe gewöhnen konnten. „Das Wandern in dieser Höhe ist okay, solange es flach ist. Jede Steigung jedoch ist sehr anstrengend und Kondition im Flachland wird dann sehr schnell relativ", so der gebürtige Bayer, dessen Hausrekord über 100 Meter bei 10,56 Sekunden steht.

Neben Natur gab es unzählige Klöster und buddhistische Bauwerke zu besichtigen. Gebetsfahnen flatterten im Wind – was für eine Szenerie. „Auch Adler konnten wir beobachten“, erzählt Frank Kobor. Die gesamte Gruppe hat das Basislager erreicht, erschöpft durch das Wandern in großer Höhe aber überglücklich und beeindruckt von der Szenerie des berühmten Khumbu-Eisbruchs und des Khumbu-Gletscherstroms. Der Rückweg habe sich dann bei stetig abnehmender Höhe vergleichsweise wie ein Spaziergang angefühlt. "Das Gesamterlebnis der Reise war großartig und es wird nicht die letzte Reise ins wundervolle Nepal gewesen sein", so das Fazit der beiden TSV-Leichtathleten.

Von: Harald Koken

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