Datum: 02.09.2018 - Aktuell

Lückenkemper glänzt bei Harting-Abschied

Das ISTAF in Berlin stand am Sonntag ganz im Zeichen des letzten Wettkampfes von Diskus-Legende Robert Harting. Aber auch Asse vom TSV Bayer 04 Leverkusen mischten vor 45.500 Zuschauern gehörig mit. Allen voran Europameister Mateusz Przybylko und Vize-Europameisterin Gina Lückenkemper.

Lückenkemper glänzt bei Harting-Abschied

Gina Lückenkemper lieferte mit einem starken Finish als Schlussläuferin der in 42,98 Sekunden siegreichen deutschen 4x100-Meter-Staffel eine beeindruckende Vorstellung ab. Zuvor hatte die 21-Jährige bereits im 100-Meter-Einzel als Dritte in 11,18 Sekunden überzeugt. Nach nicht ganz optimalem Start überzeugte die Deutsche Meisterin mit einer grandiosen zweiten Streckenhälfte. „Irgendwie hat es sich heute ein bisschen doof angefühlt“, sagte die Athletin von Uli Kunst schmunzelnd in Bezug auf ihren verhaltenen Auftakt. Die Deutsche U23-Meisterin Jennifer Montag sprintete 11,73 Sekunden.

Hochsprung-Europameister Mateusz Przybylko packte 2,28 Meter im dritten Versuch. Vize-Europameister Maksim Nedasekau (Weißrussland), der 2,30 Meter bewältigte, musste er diesmal Vortritt gewähren. Aber das Duell war nicht das einzige, was an die Europameisterschaften erinnerte. „Die Luft ist langsam raus, dennoch noch einmal vor über 40.000 Zuschauern zu springen, ist der Wahnsinn“, sagte Mateusz Przybylko. „Es macht Spaß, wenn das Publikum mitmacht.“ Douwe Amels übersprang als Fünfter 2,24 Meter.

"Koko" dicht am deutschen Rekord

Konstanze Klosterhalfen war über eine Meile beste Europäerin. Als Gesamt-Dritte lief sie 4:24,27 Minuten und preschte damit nur um zweieinhalb Sekunden am 33 Jahre alten deutschen Rekord vorbei. „Das Rennen heute war anders geplant. Ich wollte eigentlich nicht so früh nach vorne gehen. Vielleicht hat das den deutschen Rekord verhindert“, kommentierte die Athletin von Sebastian Weiß, die am nächsten Wochenende beim Continental Cup im tschechischen Ostrava für Europa über 3.000 Meter antritt. „Man fühlt sich hier richtig heimisch, das Publikum ist immer so toll“, rief „Koko“ Klosterhalfen Erinnerungen an ihren viel umjubelten vierten Platz bei den Europameisterschaften wach.

Der durch Erkrankungen und Verletzungen zurückgeworfene Aleixo Platini Menga wurde über 100 Meter in 10,45 Sekunden Neunter. Er ist mit 10,09 Sekunden nach wie vor Deutschlands Schnellster in diesem Jahr.

Von: Harald Koken

Relevante Athleten

Konstanze Klosterhalfen

Disziplin: Mittelstrecke
Trainer:
Bestleistung: 800m: 1:59,65 Minuten (2017)
800m (Halle): 2:03,37 Minuten (2016)
1.500m: 3:58,92 Minuten (2017)
1.500m (Halle): 4:04,00 Minuten (2018)
3.000m: 8:29,89 Minuten (2017)
3.000m (Halle): 8:36,01 Minuten (2018)
5.000m: 14:51,38 Minuten (2017)
10 Kilometer: 32:24,00 Minuten (2016)
Zum Profil von Konstanze Klosterhalfen

Gina Lückenkemper

Disziplin: Sprint
Trainer:
Bestleistung: 60m: 7,11 Sekunden (2018)
100m: 10,95 Sekunden (2017)
200m: 22,67 Sekunden
Zum Profil von Gina Lückenkemper

Aleixo Platini Menga

Disziplin: Sprint
Trainer:
Bestleistung: 60 m: 6,66 Sekunden (2014)
60 m: 7,71 (2016 Halle)
100 m: 10,19 Sekunden (2014)
200 m: 20,27 Sekunden (2016)
Zum Profil von Aleixo Platini Menga

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