Drei Medaillen bei der U20-Hallen-DM
Nach dem Staffel-Triumph der männlichen U20 am Freitagabend, konnte unsere TSV-Jugend auch an den weiteren Wettkampftagen überzeugen.
Im Glaspalast von Sindelfingen traf sich am Wochenende die nationale Nachwuchselite zur U20-Hallen-DM. Mittendrin war erneut ein ambitionierter Tross des TSV. Dass der Verein erneut mit einem starken Aufgebot vertreten war, unterstreicht einmal mehr die nachhaltige Jugendarbeit im Sinne des Leverkusener Wegs, der auf eine frühe und gezielte Förderung von Athlet*innen setzt.
Nach drei intensiven Wettkampftagen stand für den TSV eine Medaillenbilanz von 1xGold und 2xSilber zu Buche. Zwar blieb das Team damit zwei Medaillen unter dem starken Vorjahresergebnis, dennoch präsentierte sich der Nachwuchs auf nationaler Bühne konkurrenzfähig und vielfach in Bestform. Für das Highlight sorgte bereits am Freitag die männliche U20-Staffel über die 4x200m mit dem Gewinn der Goldmedaille.
Anne Böcker gewinnt Silber über die 200 Meter und verpasst 60 Meter Medaille
Einen Doppelstart absolvierte am Wochenende Sprinterin Anne Böcker. Die Vorjahresfünfte der U20-EM über die 100m startete in Sindelfingen über die 60m und 200m. Über die 200m qualifizierte sie sich zunächst in soliden 24,13sek als Zweitschnellste für die Finalläufe. Im ersten Finallauf startete sie von Bahn vier und gewann ihren Lauf ungefährdet in neuer Hallenbestzeit von 24,01sek. IM zweiten Finallauf lief die Hamburgerin Lena Anochili 23,81sek, hierdurch gewann Anne schließlich die Silbermedaille.
Am Vortag qualifizierte sie sich in 7,48sek und mit eingestellter Bestzeit von 7,44sek über den Vorlauf und das Halbfinale für das Finale über die 60m. Hier bestätigte sie ihre Bestzeit von 7,44sek erneut, wurde Vierte und verpasste somit eine weitere Medaille nur knapp.
Anne im Anschluss an das intensive Wochenende: „Bei beiden Strecken bin ich am Ende sovielte geworden, wie ich auch gemeldet war. Wenn man über die 60 Meter als Vierte gemeldet ist, peakt man natürlich schon auf eine Medaille. Schade, dass es nicht geklappt hat, aber die anderen Mädels waren auch einfach brutal stark. Dazu kam, dass meine Saison bisher generell nicht optimal lief und ich eher der 100 Meter Typ bin. Mir fehlen da einfach die letzten 40 Meter. Bei den 200 Metern habe ich heute für mich das Optimum rausgeholt. Ich habe die Beine vom Tag davor schon ordentlich gemerkt, dann trotzdem aber noch PB im Finale nach vier harten Läufen ist natürlich perfekt. Ich bin also sehr froh, mit einer Silbermedaille nach Hause zu fahren."
Naya Füllers gewinnt Silber im Stabhochsprung
Auch im Stabhochsprung der weiblichen U20 durfte der TSV jubeln. Naya Füllers, Vorjahresdritte, hatte ihre persönliche Bestleistung in dieser Saison bereits auf 4,03m gesteigert und ging als Medaillenkandidatin in den Wettbewerb. Ihre Einstiegshöhe von 3,70m meisterte sie ebenso sicher im ersten Versuch wie die 3,80m und 3,90m. Diese makellose Serie brachte ihr früh die Silbermedaille ein. An den 4,00m scheiterte sie nur hauchdünn und musste sich damit lediglich Eva Marie Weisbrodt von der MTG Mannheim geschlagen geben, die mit übersprungenen 4,00m den Titel gewann.
Naya zeigte sich zufrieden mit ihrem Auftritt: „Ich bin insgesamt super zufrieden mit meinem Wettkampf. Technisch waren viele gute Sprünge dabei und Vieles hat heute gepasst. Der letzte Versuch über 4 Meter war zwar super knapp und ärgerlich, aber dafür haben die Sprünge mit härteren Stäben endlich funktioniert, was mir zeigt, dass da noch mehr drin ist. Mein Ziel war es, Spaß zu haben. Dass es am Ende für Silber gereicht hat, freut mich umso mehr."
Weitere Top-8-Platzierungen
Über die 60m der männlichen U20 qualifizierte sich Ben Tröster in 6,96sek und 6,90sek über den Vorlauf und Zwischenlauf für das Finale. Hier steigerte er sich auf 6,85sek und wurde Fünfter. Gianluca Wessendorf hatte nach Staffel-Gold am Freitag mit den 60m Hürden und den 200m am Samstag und Sonntag ein volles Wettkampfwochenende. Über die 60m Hürden steigerte er sich auf 7,94sek und wurde Fünfter. Über die 200m landete er in ebenfalls neuer Hallenbestzeit von 21,83sek erneut auf Rang fünf.
Im Weitsprung mischte Mehrkämpfer Lennox Giesen die Spezialisten auf. Mit neuer Bestweite von 7,15m lag er lange auf Medaillenkurs und wurde erst im letzten Durchgang noch auf Rang vier verdrängt. U18-Athlet Basayne Tchagandi wurde mit 6,95m Achter. Über die 3.000m landete Lucian-Elija Unverzagt in 8:47,86 Min auf Rang sieben. Finja Faßbender erreichte über die 1.500m der weiblichen U20 in 4:36,73 Min Rang fünf.