Marlene Meier stürmt zur Hallen-WM-Norm
In Erfurt unterbot die 23-jährige die Acht Sekunden Schallmauer über die 60m Hürden.
Beim 13. Indoor Meeting in Erfurt präsentierte sich die Leichtathletik einmal mehr von ihrer internationalen Seite. Als Challenger-Meeting der World Athletics Continental Tour lockte die Veranstaltung hochkarätige Felder in die thüringische Landeshauptstadt Erfurt. Mit dabei waren zahlreiche Athlet*innen des TSV. Zwei Wochen vor der Hallen-DM bot das Meeting eine gute Möglichkeit, um sich mit nationaler und internationaler Konkurrenz zu messen
Marlene Meier unterbietet Hallen-WM-Norm
Für das Highlight des Tages sorgte aus TSV-Sicht Marlene Meier. Die 23-Jährige hatte sich in den vergangenen Wochen über die 60m Hürden Schritt für Schritt an die Hallen-WM-Norm von 8,02 Sekunden herangearbeitet. In Erfurt sollte nun der entscheidende Durchbruch gelingen. Im Vorlauf erzielte sie in 8,05sek die schnellste Zeit des Feldes und zog gemeinsam mit Franziska Schuster, die ihre Saisonbestzeit auf 8,06sek verbesserte, souverän ins Finale ein. Dieses sollte dann richtig schnell werden. Marlene zeigte ein sehr starkes Rennen und gewann in 7,97sek vor Rosina Schneider (TV Sulz, 7,99sek), die bereits in der vergangenen Woche die Hallen-WM-Norm unterbieten konnte. Hiermit setzte Marlene zwei Wochen vor der Hallen-DM ein Ausrufezeichen. Franzi blieb an einer Hürde hängen und konnte das Rennen nicht beenden. Auch für sie ist die Norm jedoch klar in Reichweite.
Marlene im Anschluss im DLV-Interview: „Die WM-Norm war das Ziel für heute. Ich habe schon am Dienstag im Training gemerkt, dass es richtig gut läuft. Trotzdem habe ich diese Woche viel regeneriert, da ich am Sonntag ja erst gelaufen bin. Die eine Einheit war dann super und nachdem ich auch gut geschlafen hatte, wusste ich, dass kann heute schnell werden“.
Volzer gewinnt Hürdenfinale - Torben Blech siegt nach Infekt
Auch über die 60m Hürden der Männer lief es aus TSV-Sicht gut. Stefan Volzer steigerte in dieser Hallensaison seine Bestzeit bereits auf 7,75sek. Im Vorlauf kam er in Erfurt auf starke 7,79sek und qualifizierte sich als Schnellster der Vorläufe für das Finale. In diesem setzte er sich gegen die internationale Konkurrenz durch, konnte sich jedoch nicht steigern. Mit einer Zeit von 7,84sek befand er sich jedoch erneut in einem soliden Bereich.
Im Stabhochsprung meldete sich Torben Blech nach überstandenem Infekt zurück. Seine Einstiegshöhe von 5,41m meisterte er im zweiten Versuch, 5,56m ebenfalls. Als der Tscheche Filip Bartonek dreimal an 5,61m scheiterte und Torben diese Höhe ausließ, war dem TSV-Athleten der Sieg nicht mehr zu nehmen. Nach einem Fehlversuch über 5,71m beendete er den Wettkampf vorzeitig. Die Nachwirkungen des Infekts waren noch spürbar. In zwei Wochen richtet sich sein Fokus auf die Titelverteidigung bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Dortmund.
Annkathrin Hoven steigert Hallenbestzeit - Weitere TSV-Athleten in den Finals
Ebenfalls stark präsentierte sich 400m Spezialistin Annkathrin Hoven. Die 24-jährige reiste mit einer Saisonbestzeit von 53,27sek nach Erfurt. Nach einem konstant starken Rennen verbesserte sie ihre Hallenbestzeit auf 53,05sek und kratzte an der 53-Sekunden-Schallmauer. Hiermit positioniert sich die Athletin von Jannik Engel auf Rang drei der aktuellen Deutschen Jahresbestenliste und wird als Medaillen-Anwärterin zur Hallen-DM fahren.
Amelie Dierke qualifizierte sich zudem in 7,54sek für das B-Finale über die 60m der Frauen. Hier steigerte sie sich deutlich und verbesserte ihre sechs Jahre alte Bestzeit von 7,47sek auf 7,44sek. Hiermit hakte sie die A-Norm für die Hallen-DM ab und wurde Dritte. Über die 60m der Männer zogen Eddie Reddemann (6,84sek) und Ivo Ziebold (6,85sek) ebenfalls ins B-Finale ein. Hier belegte Ivo in 6,79sek Rang drei, Eddie wurde in 6,87sek Vierter.