
Melina Philipp wird Vierte beim EYOF
In Skopje kam unsere Speerwerferin nah an ihre Bestweite heran und verpasste die Medaillenränge nur knapp.
Die Leichtathletik-Wettbewerbe im Rahmen des European Youth Olympic Festival 2025 boten vielversprechende U18-Leistungen und einen ersten Ausblick auf die Zukunft des europäischen Spitzensports. Im nordmazedonischen Skopje trafen vielversprechende Nachwuchsathlet*innen aus ganz Europa aufeinander. Mit dabei waren unsere Talente Melina Philipp und Gianluca Wessendorf.
Speerwerferin Melina Philipp machte in dieser Saison bereits mehrfach auf sich aufmerksam und legte mit dem Sieg bei der U18-Gala in Wetzlar den Grundstein für die EYOF-Nominierung. In Bochum-Wattenscheid gewann sie zudem vor zwei Wochen die Silbermedaille bei den Deutschen U18 Meisterschaften. In Skopje beförderte sie den Speer auf starke 48,88m und kam hiermit nah an ihre Saison-Bestweite (49,28m) heran. Diese Weite reichte schließlich für den vierten Platz, lediglich 37 Zentimeter trennten sie vom Bronzerang.
Im Anschluss zeigte sich die Athletin von Matthias Rau zufrieden: "Der Wettkampf war für mich eine ganz besondere Erfahrung, sowohl sportlich als auch persönlich. Es war eine große Ehre für mich, Deutschland international vertreten zu dürfen, auch wenn es technisch etwas tricky war. Ich bin mit der Anlaufbahn nicht optimal zurechtgekommen, was sich leider in der Weite widergespiegelt hat. Trotzdem konnte ich das Beste aus der Situation machen und bin sehr zufrieden mit meinem vierten Platz. Die Atmosphäre im Stadion war einfach beeindruckend, das Publikum, das ganze Teamgefühl, die Eröffnungsfeier, das waren Gänsehautmomente. Es war auch inspirierend, so viele starke Athletinnen und Athleten aus ganz Europa zu treffen, die sich auf diesem Niveau messen dürfen. Für mich heißt es jetzt erstmal, dass ich die ganzen Eindrücke sacken lasse und dann geht es mit neuem Fokus auf die letzten Wettkämpfe der Saison. Ich nehme hier unglaublich viel Motivation und Erfahrung mit und freue mich auf die Team DM im September bei uns auf der Heimanlage.""
Unser amtierende Deutsche U18 Meister über die 200m, Gianluca Wessendorf, konnte seine zuletzt starke Form in der Hitze Nordmazedoniens nicht bestätigen. Zwar kämpfte der Athlet von Andreas Gentz, der mit einer Bestzeit von 21,55sek anreiste, sich mit einer Zeit von 22,01sek als Sechzehnter ins Halbfinale. Hier war jedoch mit einer Zeit von 22,17sek und Platz 14 Endstation. Gemeinsam mit dem deutschen Team erlangte Gianluca am letzten Wettkampftag die Bronzemedaille in der Medley Staffel. Bei dieser Staffel läuft der erste Athlet 100m, der Zweite 200m, der Dritte 300m und der Schlussläufer 400m. Gianluca zeigte in Runde eins (1:54,23 Min) über die 300m Strecke und im Finale (1:53,71 Min) auf Position zwei jeweils gute Rennen.
Heimtrainer Andreas Gentz ordnete den Wettkampf wie folgt ein: "Dieser dritte Platz ist natürlich etwas versöhnlich nach den 200m, die nicht so funktioniert haben, wie wir uns das vorgestellt haben. Er ist in den Vorlauf nicht wirklich reingekommen und im Halbfinale von Bahn eins war nicht mehr ganz so viel zu retten. Der Auftakt in der Einzeldisziplin, wo wir uns eine bessere Darstellung erhofft haben, war leider nicht ganz so glücklich. Dafür war aber sein Einsatz in der Medley Staffel sehr eindrücklich. Im Vorlauf ist er auf Position drei zum ersten Mal in seinem Leben die 300m gelaufen und hat sich sehr gut verkauft. Noch stärker ist das Finale einzuschätzen, wo er an Position zwei dann seine Disziplin, die 200m, gelaufen ist. Da hat er das Team wirklich sehr eindrucksvoll in die Spur gebracht. Im Endeffekt sind wir natürlich sehr zufrieden mit dem Medaillensatz, wo er seinen Anteil hatte."
Hürdensprinter Nikolas Kautz, der ursprünglich das nominierte TSV-Trio komplettierte, musste aufgrund eines Trainingsunfalls auf die Teilnahme verzichten.