
Mirja Lukas gewinnt Bronze bei der U23-EM
Im norwegischen Bergen erreichte die 20-jährige Speerwerferin einen Podiumsplatz.
Die U23 Europameisterschaften im norwegischen Bergen hatten aus TSV-Sicht am Samstag ein absolutes Highlight zu bieten. Im Speerwurffinale der weiblichen U23 war mit Mirja Lukas eine unserer Speerwerferinnen vertreten.
Nach einem starken Auftritt beim EA-Wurfcup im März, laborierte Mirja, die in Leverkusen bei Matthias Rau trainiert, an einer Ellenbogenverletzung und musste somit mehrere Monate auf Wettkämpfe verzichten. In Ulm feierte sie vor zwei Wochen mit ihrem Saisoneinstieg und der dritten Titelverteidigung bei der U23-DM (57,85m) ein starkes Comeback. Nun ging es für Mirja zum nächsten Highlight des Jahres. In Bergen wollte sie sich im erst zweiten Wettkampf der Sommersaison mit der internationalen Konkurrenz messen und um die Podiumsplätze mitwerfen. Am Donnerstag qualifizierte sie sich mit 54,10m und der viertbesten Weite bereits souverän für das Finale.
In diesem legte sie im zweiten Versuch mit 57,19m eine gute Grundlage für das besagte Ziel. Bis zum vorletzten Durchgang lag sie mit dieser Weite auf Rang zwei. Dann zog die Tschechin Petra Sicakova mit 58,14m an ihr vorbei. Mirja versuchte noch einmal alles und steigerte sich im letzten Durchgang nochmals auf 57,22m. Diese Weite reichte schließlich für einen starken dritten Platz und die Bronzemedaille.
Beim DLV-Interview resümierte die 20-jährige: "Ich hatte mir vorgenommen, 60 Meter zu werfen. Aber ich bin trotzdem zufrieden, dass ich so gut aus der Verletzung herausgekommen bin. Am Anfang habe ich mich noch nicht so richtig getraut und es hat an Selbstvertrauen gefehlt, auch weil es hier erst mein zweiter Wettkampf ist. Ich bin froh, dass ich konstante Weiten dabei hatte. Der Ellbogen ist jetzt schmerzfrei, aber wenn man technisch nicht sauber wirft, dann kommen andere Wehwehchen."
Stabhochspringer Hendrik Müller und Hochspringerin Anna-Sophie Schmitt schieden am Donnerstag in den jeweiligen Qualifikationen aus und verpassten somit die Finals.