Rang sieben in Bestzeit: Marlene Meier glänzt bei Hallen-WM
Im polnischen Toruń überragte die 24-jährige mit zwei neuen Bestzeiten und einer Top-8-Platzierung.
Am letzten Wettkampftag der Hallen-Weltmeisterschaften im polnischen Toruń setzte unsere TSV-Athletin Marlene Meier ein starkes Ausrufezeichen. Über die 60 Meter Hürden zeigte die amtierende Deutsche Hallenmeisterin eine überzeugende Vorstellung und krönte ihren Auftritt mit dem Einzug ins Finale.
Bereits in den Vorläufen präsentierte sich die 24-Jährige in guter Form. In einem dicht besetzten sechsten Lauf, unter anderem mit der US-Amerikanerin Alia Armstrong, lief Marlene in 7,96sek nah an ihre persönliche Bestzeit (7,92sek) heran. Als Zweitplatzierte sicherte sie sich souverän das Ticket für das Halbfinale.
Dort gelang ihr der nächste Schritt: im ersten Halbfinallauf kämpfte Marlene bis zur Ziellinie und wurde mit einer neuen persönlichen Bestzeit von 7,91sek belohnt. Die minimale Steigerung um eine Hundertstelsekunde erwies sich als entscheidend: Als Drittplatzierte ihres Laufs nahm sie zunächst auf einem der begehrten „Hot Seats“ Platz und musste auf die weiteren Ergebnisse hoffen.
Als insgesamt Achtschnellste aller Halbfinalistinnen qualifizierte sich Marlene schließlich überraschend für das Finale. Damit gelang ihr ein Erfolg, der zuletzt 2018 einer deutschen Hürdensprinterin bei einer Hallen-WM geglückt war.
Auch im Endlauf zeigte sich die TSV-Starterin in Topform. Mit erneut gesteigerter Bestleistung und einer Zeit von 7,90sek belegte sie Rang sieben und unterstrich eindrucksvoll ihre Zugehörigkeit zur internationalen Spitze. Im Sommer wird sie bei der EM in Birmingham auch über die 100 Meter Hürden anknüpfen wollen.
Marlene betonte im Anschluss beim DLV-Interview die Wichtigkeit der internationalen Erfahrungen: „Als Sitzsack war der Hot Seat sehr gemütlich, als Hot Seat nicht. Man will da einfach nicht sitzen und zwei unfassbar schnelle Rennen abwarten. Ich habe die ganze Zeit nur gehofft, dass es für das Finale reicht und habe es die ganze Zeit wie ein Mantra in meinem Kopf aufgesagt. Zum Glück hat es am Ende gereicht. Im Finale habe ich mich super gefühlt, von vorn bis hinten. Da ist mir auch zugutegekommen, dass ich 2025 bei der Hallen-EM auch schon im Finale stand. Dazu kommen die vielen Meetings, die ich bestreiten durfte. Schon da saß ich oft mit schnellen Mädels im Callroom. In diesen Situationen hat mich das vergangene Jahr extrem weitergebracht. Vom Kopf her habe ich mich gefühlt, als würde ich hierhingehören.“