Vier Medaillen bei der Hallen-Mehrkampf-DM
In Halle/Saale zeigten sich unsere Mehrkämpfer in starker Verfassung und gewannen die ersten DM-Medaillen des Jahres.
Die Deutschen Hallenmeisterschaften im Mehrkampf und Bahngehen eröffneten die diesjährige Jagd nach den DM-Medaillen. Mit von der Partie waren sieben TSV-Athlet*innen, die die Mehrkämpfe und das Bahngehen in Halle/Saale nach bereits guten Wettkämpfen in diesem Jahr ambitioniert angingen. Am Ende stand eine starke Bilanz von vier Medaillen (2xSilber, 2xBronze) zu Buche.
Lennox Giesen erneut Deutscher Vizemeister
Im Siebenkampf der männlichen U20 war der TSV in Halle/Saale gleich doppelt vertreten. Mit dem amtierenden Freiluft-U18-Vizemeister im Zehnkampf, Lennox Giesen, sowie dessen Trainingspartner Mark Odenthal. Während Lennox im Kampf um die Medaillen mitmischen wollte, hatte Mark eine Platzierung unter den Top Acht im Blick.
Über die 60m fanden beide einen gelungenen Wettkampfeinstieg. Mark pulverisierte seine Bestzeit auf 7,34sek und auch Lennox verbesserte sich auf 7,42sek. Im Weitsprung waren Lennox (6,90m) und Mark (6,52m) ebenfalls im Soll. Im Kugelstoßen folgte für Mark mit starken 14,08m die nächste Bestleistung, Lennox kam auf solide 13,08m. Der abschließende Hochsprungwettbewerb verlief für beide mit übersprungenen 1,80m im Soll. In der Zwischenwertung lagen sie nach Tag eins mit nur einem Punkt Unterschied auf den Rängen sieben und acht dicht beieinander.
Am zweiten Tag entwickelte sich der Wettbewerb zunehmend zugunsten von Lennox. Die 60m Hürden verliefen für beide nicht optimal (Lennox 8,98sek; Mark 8,95sek), ehe für den 1,95m großen Schützling von Björn Lippa zwei seiner stärksten Disziplinen folgten. Im Stabhochsprung steigerte Lennox seine Bestleistung deutlich auf 4,60m, gewann diese Disziplin und brachte sich wieder in Reichweite der Medaillen. Mark übersprang 4,10m, musste den Wettkampf jedoch anschließend verletzungsbedingt beenden. Über die abschließenden 1.000m zeigte Lennox eine überragende Vorstellung. In 2:39,74 Min lief er die schnellste Zeit des Feldes. Mit insgesamt 5.258 Punkten sicherte er sich damit den Titel des Deutschen Vizemeisters. Geschlagen geben musste er sich lediglich Carl Wiegand von Eintracht Frankfurt, der mit 5.523 Punkten gewann.
Lennox zeigte sich im Anschluss glücklich: "Ich bin mit dem Gesamtergebnis auf jeden Fall sehr zufrieden. Vor allem in den drei Disziplinen, wo wieder Bestleistungen fielen. Gelernt habe ich auch, dass es sehr wichtig ist, selbst in echt miesen Phasen des Wettkampfs auf sein Können zu vertrauen und positiv zu denken, also ohne Druck zu starten. Verbesserungsbedarf habe ich dafür noch in den schnellkräftigen Disziplinen aus dem Block. Zusätzlich lief der Weitsprung nicht ganz so wie erhofft, daran kann ich vielleicht nächste Woche bei den U20 Einzel Meisterschaften in Sindelfingen arbeiten und mich verbessern."
Anna-Elisabeth Ehlers gewinnt Silber und glänzt im Hochsprung
Im Fünfkampf der Frauen ging Anna-Elisabeth Ehlers an den Start. Die U23-Athletin hatte im vergangenen Jahr noch Gold im Fünfkampf der weiblichen U20 gewonnen und stellte sich nun der Konkurrenz der Aktiven. Über 60m Hürden lief sie zum Einstieg 8,87sek und blieb damit nur knapp über ihrer persönlichen Bestzeit. Dann sorgte sie für eins der Highlights der Meisterschaften. In ihrer Paradedisziplin, dem Hochsprung, war sie eine Klasse für sich. 1,75m und 1,78m übersprang sie im ersten Versuch und war hier bereits alleine im Wettbewerb verblieben. Die folgenden 1,81m wurden zur Zitterpartie, im dritten Versuch überquerte siedle Höhe jedoch souverän. Die folgenden 1,84m übersprang sie auf Anhieb. Und dann folgte mit einem Sprung über 1,87m eine neue Besthöhe. Sie versuchte sich noch an den folgenden 1,90m, diese Höhe war an diesem Tag aber noch zu hoch. Nach dieser Vorstellung ist auch bei der Hallen-DM in Dortmund in zwei Wochen mit ihr zu rechnen.
Im Kugelstoßen blieb sie mit 12,21m im Soll. Im Weitsprung, einer weiteren starken Disziplin, präsentierte sie sich erneut in Topform. 6,15m im zweiten Versuch bedeuteten die zweitbeste Weite des Feldes. Vor dem abschließenden 800m Lauf lag sie auf Rang zwei. Eine Position, die sie souverän verteidigen konnte. Mit 2:20,24 Min erzielte sie die drittbeste Zeit und sicherte sich mit insgesamt 4.395 Punkten die Silbermedaille. Lediglich Serina Riedel vom SV Halle lag mit 4.440 Punkten vor ihr.
Bronze für Allen Cole
Im Siebenkampf der männlichen U18 gab der ehemalige Berliner Allen Cole sein Mehrkampf-Debüt für den TSV. Nach Rang drei im Vorjahr hatte er erneut einen Platz auf dem Podest im Blick. Mit 7,17sek über 60m und 6,48m im Weitsprung startete er solide in den Wettbewerb. Im Kugelstoßen stellte er mit 13,95m eine neue Bestweite auf, ehe er den ersten Tag mit 3,60m im Stabhochsprung abschloss.
Den zweiten Tag begann er mit guten 8,50sek über die 60m Hürden. Mit übersprungenen 1,77m lag er im Hochsprung im Soll. Vor dem abschließenden 1.000m Lauf lag er auf Rang vier und musste einige Punkte gut machen, um auf den Bronze Rang zu kommen. Dies gelang dem 2 Meter großen Talent, indem er nach 2:46,09 Min ins Ziel kam. Mit insgesamt 5.019 Punkten verbesserte er sich um mehr als 500 Zähler gegenüber dem Vorjahr und sicherte sich erneut die Bronzemedaille.
Allen zu seinem Wettkampf: „Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis und dem dritten Platz mit zwei neuen PB‘s. Ich bin insgesamt auch mit der Entwicklung sehr zufrieden, ich habe viel mehr Punkte als letztes Jahr gemacht. Es ist aber auch noch ausbaufähig. Ich werde mit meinem Coach Björn Lippa auf jeden Fall hart arbeiten und im Sommer, wo auch der Fokus drauf liegt, angreifen. In der Halle starte ich noch mit der 4x200 Meter Staffel bei def U20-DM. Eine Medaille wäre die Körnung meiner Hallensaison.“
Bronze für Elenor Servatius
Im Fünfkampf der weiblichen U20 zählte mit Elenor Servatius auch ein TSV-Neuzugang zum Kreis der Medaillenanwärterinnen. Über die 60m Hürden erwischte sie in 8,90sek einen soliden Auftakt in den Wettbewerb. Im Hochsprung überquerte sie 1,63m und blieb damit etwas unter ihren eigenen Möglichkeiten. Besser lief es im Kugelstoßen. Mit 11,29m stellte sie eine neue persönliche Bestweite auf und machte in der Gesamtwertung wertvolle Punkte gut.
Auch im Weitsprung konnte sie mit 5,61m nicht ganz ihr Leistungsvermögen ausschöpfen, positionierte sich jedoch vor dem abschließenden 800m Lauf auf Rang drei. Auf den vier Hallenrunden ließ sie nichts mehr anbrennen. In 2:28,48 Min brachte sie das Rennen sicher ins Ziel und sicherte sich damit die Bronzemedaille. Am Ende standen 3.760 Punkte und ein gelungener Mehrkampfauftakt im TSV-Trikot zu Buche.
Piwonski wird Elfter - Kräling auf Rang Acht
Im Siebenkampf der Männer startete Bastian Piwonski. In der Freiluft Saison belegte er im Zehnkampf der Männer den achten Platz bei den Deutschen Meisterschaften. Im Hallen-Siebenkampf konnte er leider nicht daran anknüpfen. Zwar gelangen ihm über die 60m (7,02sek) und die 1.000m (2:54,19 Min) neue Bestleistungen, insgesamt blieb er jedoch klar unter seinen Vorstellungen. Mit 5.033 Punkten wurde er Elfter.
Im 5.000m Bahngehen der männlichen U20 war zudem Valentin Kräling am Start. Mit einer Zeit von 26:05,78 Min steigerte er seine Bestzeit und wurde Achter.