Blech und Steinacker verpassen WM-Finale
In Tokio konnten unsere zwei Einzelstarter ihre gesetzten Ziele nicht erfüllen.
Bereits am ersten Tag der Leichtathletik Weltmeisterschaften im japanischen Tokio waren mit Torben Blech und Marike Steinacker unsere nominierten Einzelstarter in den Vorrunden aktiv. Die Finaleinzüge waren das klar definierte Ziel, welches schließlich nicht erreicht werden konnte.
Torben startete in der Qualifikationsgruppe B im Stabhochsprung und überquerte die Anfangshöhe von 5,40m souverän im zweiten Versuch. Die folgenden 5,55m blieben an diesem Tag nicht mehr liegen und sorgten für das frühe Ausscheiden. Das Finale verpasste er hiermit deutlich. Im Anschluss an seinen Wettkampf beschrieb er: "Es war bescheiden. Ich habe zu viele Fehler gemacht beim Springen. Es ist ärgerlich, weil ich die letzten Wochen noch mal geisteskrank trainiert habe. "
Bereits zuvor verpasste auch unsere zweite Einzelstarterin das Finale. Diskuswerferin Marike Steinacker hat bereits eine starke und konstante Saison hinter sich. Nach ihrem ersten Deutschen Meistertitel wollte sie in Tokio das Finale erreichen und hier die Medaillenränge angreifen. Über die im zweiten Versuch geworfenen 57,43m kam die Olympia-Vierte in der Qualifikation in Tokio nicht hinaus und verpasste somit das Finale ebenfalls deutlich. 62,65m hätten für das Finale gereicht, eine Weite, die Marike in diesem Jahr in fast jedem Wettkampf übertraf.
Im Anschluss war die Enttäuschung bei der 33-jährigen groß: "Ich bin fassungslos! Damit hätte ich nicht gerechnet. Es wird schwer, das jetzt wegzustecken. Ich war mir sicher, dass ich auf jeden Fall ins Finale komme, die Saison war eigentlich ganz vielversprechend. Technisch kann ich mir das schon erklären: Ich habe obenrum gezogen, die Beine waren nicht schnell genug. Ein bisschen kann man das auf die Uhrzeit schieben, aber ich will auch keine Ausreden suchen. Es gab genug Athletinnen, die auch bei der Uhrzeit performt haben. Vor dem letzten Wurf war ich mir sicher, dass ich es hinbekomme. Aber die Anspannung und der Druck... Ich bin sehr enttäuscht. Es war eine super lange Saison. Ich bin super stolz auf meinen ersten deutschen Meistertitel. Natürlich hat man Medaillenträume, wenn man Vierte bei Olympia war. Umso bitterer ist jetzt dieses Ergebnis."