Elenor Servatius löst U20-WM-Ticket in Filderstadt
Beim internationalen Mehrkampfmeeting belohnte sich die Siebenkämpferin nach einem starken zweiten Tag.
Das internationale Mehrkampfmeeting in Filderstadt/Bernhausen gilt seit Jahren als Treffpunkt aller ambitionierten Jugendmehrkämpfer*innen Deutschlands. Auch in diesem Jahr stand der Wettkampf unter besonderen Vorzeichen, denn hier wurden die Tickets für die U20-WM in Eugene, sowie die U18-EM für die U18 in Rieti vergeben. Die Ausgangslage war klar: die beiden bestplatzierten deutschen Athlet*innen mit erfüllter DLV-Normanforderung im Nominierungszeitraum werden vorrangig für die internationalen Meisterschaften nominiert.
Elenor Servatius löst Ticket für die U20-WM
Im Siebenkampf der weiblichen U20 reiste TSV-Neuzugang Elenor Servatius mit dem klaren Ziel nach Filderstadt, sich für die U20-WM zu qualifizieren. Die geforderte Norm von 5.400 Punkten hatte sie bereits im Vorjahr übertroffen, ihre persönliche Bestleistung lag bei 5.521 Punkten.
Der Wettkampf begann jedoch nicht optimal. Über die 100 Meter Hürden blieb sie mit 14,71sek deutlich über ihrer Bestzeit von 14,05sek. Es folgten solide 1,68m im Hochsprung sowie für sie gute 11,29m im Kugelstoßen. Auch über die 200 Meter konnte sie ihr Leistungsvermögen mit 26,25sek nicht vollständig abrufen. Nach dem ersten Tag belegte Elenor Rang vier und lag damit hinter ihren Möglichkeiten.
Am zweiten Wettkampftag präsentierte sie sich deutlich verbessert. Im Weitsprung erzielte sie mit 5,97m die zweitbeste Weite ihrer Karriere und zugleich die zweitbeste aller Teilnehmerinnen. Gleichzeitig erfüllte sie damit die U20-DM-Norm. Im anschließenden Speerwurf steigerte sie ihre persönliche Bestleistung auf 44,88m und arbeitete sich weiter nach vorne. Den abschließenden 800 Meter Lauf absolvierte sie in starken 2:19,87 Min und stellte auch hier eine neue Bestzeit auf.
Mit insgesamt 5.525 Punkten verbesserte sie ihre persönliche Bestleistung und sicherte sich als Zweitplatzierte die angestrebte Qualifikation. Gemeinsam mit der Rostockerin Maria Schneemilch (5.592 Punkte) darf sie nun für die U20-WM in Eugene planen.
Allen Cole übertrifft U18-EM Norm, verpasst jedoch das Ticket
Eine starke Vorstellung zeigte auch U18-Athlet Allen Cole im Zehnkampf. Die U18-EM-Norm von 6.800 Punkten galt im Vorfeld als erreichbar, erforderte jedoch eine deutliche Steigerung seiner bisherigen Bestleistung von 6.459 Punkten.
Mit 11,22sek über die 100 Meter und 6,62m im Weitsprung gelang ihm ein gelungener Auftakt. Im Kugelstoßen stellte er mit 14,68m eine neue persönliche Bestleistung auf. Nach 1,83m im Hochsprung und 51,00sek über die 400 Meter beendete er den ersten Wettkampftag mit 3.729 Punkten sogar als Führender des Feldes.
Auch am zweiten Tag blieb Allen auf Kurs. Über die 110 Meter Hürden lief er 15,45sek, ehe er im Diskuswurf mit 46,05m eine seiner stärksten Disziplinen erfolgreich ausspielte. Im Stabhochsprung folgte mit 3,90m die nächste Bestleistung, ebenso wie im Speerwurf mit 44,07m. Die abschließenden 1.500 Meter absolvierte er in persönlicher Bestzeit von 4:41,81 Min.
Mit insgesamt 7.073 Punkten übertraf er die U18-EM-Norm deutlich. Für die direkte Qualifikation fehlten ihm als Viertplatziertem allerdings 50 Punkte auf den erforderlichen zweiten Rang.
Yannick Kraus erfüllt U20-WM-Norm und wird Dritter
Im Zehnkampf der männlichen U20 ging mit Yannick Kraus ein Athlet des TSV an den Start, der für die unmittelbare DM-Vorbereitung regelmäßig nach Leverkusen kommt und ansonsten in Harvard studiert. Sein Ziel war die Erfüllung der U20-WM-Norm von 7.200 Punkten.
Der 19-Jährige eröffnete den Wettkampf mit einer neuen Bestzeit von 11,13sek über die 100 Meter und überzeugte anschließend mit 6,92m im Weitsprung. Im Kugelstoßen stellte er mit 14,29m eine weitere persönliche Bestleistung auf. Nach 1,95m im Hochsprung und einer weiteren Bestzeit von 50,65sek über die 400 Meter schloss er den ersten Tag auf Rang zwei ab.
Auch der zweite Wettkampftag verlief erfolgreich. Über die 110 Meter Hürden verbesserte er sich auf 14,56sek, im Diskuswurf erzielte er mit 35,47m ebenfalls eine neue Bestleistung. Mit 4,50m im Stabhochsprung und 53,53m im Speerwurf blieb er im Bereich seiner Erwartungen. Zum Abschluss lief Yannick die 1.500 Meter in persönlicher Bestzeit von 4:50,74 Min.
Mit 7.407 Punkten erreichte er nicht nur die geforderte U20-WM-Norm, sondern stellte auch eine neue persönliche Bestleistung auf. Als Drittplatzierter verpasste er die direkte Qualifikation jedoch denkbar knapp um lediglich 18 Punkte.
Bastian Piwonski mit erstem 7.000 Punkte Zehnkampf
In der männlichen U23 gelang Bastian Piwonski erstmals der Sprung über die Marke von 7.000 Punkten. Neben mehreren persönlichen Bestleistungen erfüllte er mit 7,23m im Weitsprung die U23-DM-Norm und unterbot mit 49,23sek über die 400 Meter ebenfalls die geforderte Qualifikationsleistung.
Mit insgesamt 7.004 Punkten belegte er Rang drei. Conan Scharl blieb mit 6.670 Punkten unter seinen Möglichkeiten und wurde Fünfter.