Vier Medaillen bei den Deutschen U18/U23 Meisterschaften
Über drei Tage präsentierten sich unsere TSV-Athletìnnen auf der nationalen Bühne in Bochum-Wattenscheid.
Bei den Deutschen Meisterschaften der Altersklassen U18 und U23 im Bochum-Wattenscheider Lohrheidestadion war der TSV mit über 50 Athlet*innen vertreten. Nach drei Wettkampftagen stand eine Medaillenbilanz von 2xGold, 1xSilber und 1xBronze sowie einige weitere Top-8-Platzierungen und persönliche Bestleistungen zu Buche.
Gold und Bronze für Anna-Elisabeth Ehlers
Eine Woche nach ihrem erfolgreichen Siebenkampf in Ratingen stellte sich Anna-Elisabeth Ehlers im Hochsprung der weiblichen U23 den Spezialistinnen. Bereits in der Vergangenheit hatte die Mehrkämpferin auch in den Einzeldisziplinen ihre Klasse unter Beweis gestellt. Mit einer Saisonbesthöhe von 1,90m reiste sie als Mitfavoritin nach Bochum.
Die ersten Höhen von 1,73m, 1,77m, 1,80m und 1,83m meisterte die Athletin von Jörg Roos jeweils im ersten Versuch und brachte sich damit früh in eine aussichtsreiche Position. Über 1,86m benötigte sie zwei Versuche. Bei 1,89m war nur noch Dorothea Gantert von der SpVg Laatzen im Wettbewerb. Während ihre Konkurrentin dreimal scheiterte, überquerte Anna die Höhe im dritten Versuch und sicherte sich damit den Deutschen Meistertitel. Anschließend ließ sie noch die direkte EM-Norm von 1,94m auflegen, beendete den Wettkampf jedoch nach einem ungültigen Versuch.
Im Anschluss zeigte sie sich zufrieden: „Ich habe mich schon sehr gut gefühlt, das Einspringen war nicht ganz so toll, aber ich bin dafür dann im Wettkampf schön reingekommen. Der Flow hat einfach gestimmt. Die 1,90m letzte Woche haben mir schon Sicherheit gegeben, gerade bei den 80er Höhen, dass ich die schon schaffen sollte. Ich konnte mit ein bisschen Leichtigkeit in den Wettkampf gehen. Über den Titel freut man sich natürlich immer, ich hatte aber vor allem ganz viel Spaß hier und damit hat es geklappt. In September habe ich noch einen Mehrkampf in Talence."
Nur einen Tag später ging Ehlers auch im Weitsprung an den Start. Erneut zählte sie zum Kreis der Medaillenkandidatinnen. Unter schwierigen Windbedingungen setzte sie sich im dritten Durchgang mit 6,27m zunächst an die Spitze. In den weiteren Versuchen konnte die Konkurrenz jedoch noch zulegen, während Anna ihre Weite nicht mehr steigern konnte. Am Ende bedeuteten 6,27m die Bronzemedaille. Damit unterstrich die Mehrkämpferin einmal mehr, dass sie auch in den Einzeldisziplinen mit den besten Spezialistinnen Deutschlands konkurrenzfähig ist.
Ruth Hildebrand wird Favoritenrolle gerecht
Als klare Favoritin ging Ruth Hildebrand im Dreisprung der weiblichen U23 an den Start. Die 21-Jährige hatte in dieser Saison bereits starke 13,83m erzielt und war zuletzt nur knapp an der EM-Bestätigungsnorm von 13,85m vorbeigesprungen.
Mit 13,15m im ersten und 13,66m im zweiten Versuch legte sie früh die Grundlage für die erfolgreiche Titelverteidigung. Zwar folgten anschließend drei ungültige Versuche, ehe im letzten Durchgang nochmals 13,31m zu Buche standen, doch an ihrem Sieg änderte das nichts. Trotz zahlreicher persönlicher Bestleistungen der Konkurrenz gewann Hildebrand den Wettbewerb mit mehr als 30 Zentimetern Vorsprung. Vereinskollegin Edna Eze verpasste mit 12,40m den Einzug in die Top-8.
Im DLV-Interview zeigte sich die Titelverteidigerin dennoch nur teilweise zufrieden: „Bei den wechselnden Winden war der Wettkampf nicht einfach. Natürlich ist es schön, auf ein stabiles Niveau zu bauen. Aber der Ausreißer über die EM-Bestätigungsnorm von 13,85 Metern fehlt noch.“
Valentin Kräling wird Zweiter und fährt zur U18-EM
Für Bahngeher Valentin Kräling stand in Bochum vor allem ein Ziel im Mittelpunkt: das Ticket für die U18-EM in Rieti. Mit seiner Saisonbestzeit von 22:04,66 Min über die 5.000 Meter hatte der U18-Athlet die geforderte Norm von 22:10 Min bereits deutlich unterboten und zugleich nach mehr als 60 Jahren einen neuen U18-LVN-Rekord aufgestellt.
Auch bei den Deutschen Meisterschaften zeigte Valentin eine überzeugende Leistung. In 22:03,86 Min verbesserte er seine persönliche Bestzeit und den eigenen LVN-Rekord nochmals. Damit sicherte er sich den Deutschen Vizemeistertitel und gleichzeitig die Qualifikation für die U18-EM in Rieti.
Weitere Top-8-Platzierungen
Nico Hörnke (4. Platz, 800 Meter der männlichen U23)
Christopher Dahlmeyer (4. Platz, 5.000 Meter der männlichen U23)
Ernest Schulze (4. Platz, Weitsprung der männlichen U23)
Philip Steinmann (4. Platz, 400 Meter Hürden der männlichen U23)
Ivo Ziebold (5. Platz, 100 Meter der männlichen U23)
Kristoffer Hildebrand (8. Platz, 200 Meter der männlichen U23)
Jonas Patri (8. Platz, 1.500 Meter der männlichen U23)
Janette Busch (4. Platz, 400 Meter Hürden der weiblichen U23)
Naya Füllers (4. Platz, Stabhochsprung der weiblichen U23)
Lea Meheringer (5. Platz, 100 Meter Hürden der weiblichen U23)
Christina Lahrs (5. Platz, Speerwurf der weiblichen U23)
Aaliyah-Laetitia Mbenda (6. Platz, 400 Meter Hürden der weiblichen U23)
Jelvis Frempong, Allen Cole, Marik Scholz, Julian Löcher (4. Platz, 4x100 Meter Staffel der männlichen U18)