von Georg Falter

WM in Doha: Bo Kanda Lita Baehre bucht das Final-Ticket

Stabhochspringer Bo Kanda Lita Baehre hat bei der WM in Doha das Finale erreicht. Der 20-Jährige vom TSV Bayer 04 Leverkusen überquerte am Samstag in der Qualifikation 5,70 Meter. Torben Blech verletzte sich und musste den Wettkampf vorzeitig beenden.


Kraftvoll, schnell, spannungsgeladen und schlichtweg gut drauf präsentierte sich Bo Kanda Lita Baehre im Khalifa International Stadium. Am Ende stand ein kleines q in der Ergebnisliste, das heißt der U23-Europameister ist am Dienstag im WM-Finale der zwölf Besten dabei.

Der 20-Jährige nahm den Wettkampf bei 5,45 Meter auf. Die Höhe war kein Problem. Bei 5,60 Meter geriet er zweimal zu nah an die Latte, doch dann stimmte der Abstand. Nun kam er so richtig ins Rollen. Technisch sauber schlängelte Bo Kanda Lita Baehre sich auf Anhieb über 5,70 Meter. 5,75 Meter – was eine Steigerung der persönlichen Bestleistung um drei Zentimeter gewesen wäre – waren diesmal noch zu hoch für den Schützling von Christine Adams, obwohl er vor allem im letzten Durchgang alles andere als chancenlos aussah.

Dienstag soll die Bestleistung fallen

„Dass ich 5,70 Meter im Ersten geschafft habe, hat ich mir eine sehr gute Ausgangsposition verschafft, um mit dieser Höhe ins Finale einzuziehen. Ganz sicher war ich mir da aber noch nicht. Aber das ist im Prinzip Stabhochsprung: Pokern ohne Ende“, erklärte Bo Kanda Lita Baehre nach dem Wettkampf. „Mein Ziel war es ins Finale zu kommen. Im Finale versuche in nun, mein Bestes zu geben, noch höher als heute zu springen. Ich bin da sehr hoffnungsvoll.“

Torben Blech bewältigte zunächst 5,30 Meter und anschließend auch 5,45 Meter ganz sicher. Bei 5,60 Meter knallte er mit dem Fuß an die Latte, die auch beim zweiten Versuch fiel. Fatal: Der Studenten-Vize-Weltmeister hielt sich mit schmerzverzerrtem Gesicht den Rücken – eine Zerrung, die keine weiteren Sprünge zuließ. Viel zu früh musste der Psychologie-Student bei seinem vorläufigen Karriere-Höhepunkt die Segel streichen. Lichtblick: Die Norm für Olympia im nächsten Jahr hat der Ex-Zehnkämpfer bei den „Bayer Classics“ mit der Steigerung auf 5,80 Meter bereits erfüllt.


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